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Berufe erproben, Zukunft entdecken: Ausbildungsmesse #DeineAusbildungSuchtDich! in Fürstenau

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  • Einleitungstext: Wie fühlt sich eigentlich der Arbeitsalltag in einem technischen Beruf an? Was steckt hinter einer Ausbildung im Handwerk, in der Industrie oder im Dienstleis-tungsbereich? Und welcher Beruf passt wirklich zu den eigenen Stärken?

Zum fünften Mal findet die Ausbildungsmesse #DASD im Nordkreis statt. Darauf freuen sich (von links): Darius Burczyc, Ausbildung Mechanik Meurer Verpackungssysteme, Thomas Lücke, Ausbildung Elektronik Meurer Verpackungssysteme, Stefan Loureiro Silva, Ausbildungslotse der MaßArbeit, Klaus Herdemann, Wirtschaftsförderung Samtgemeinde Fürstenau, Katja Bielefeld, Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit, Nils Schnieders, Regionalmanagement Nördliches Osnabrücker Land, Vicky Teipen, ArbeitgeberService der MaßArbeit, Lars Hellmers, Vorstand MaßArbeit, Matthias Wübbel, Bürgermeister Samtgemeinde Fürstenau und Jens Gozian, Geschäftsführer Meurer Verpackungssysteme.

Foto: Ernesto Wiebrock / MaßArbeit

700 Jugendliche treffen auf 70 Unternehmen / Eltern intensiv eingebunden

Wie fühlt sich eigentlich der Arbeitsalltag in einem technischen Beruf an? Was steckt hinter einer Ausbildung im Handwerk, in der Industrie oder im Dienstleistungsbereich? Und welcher Beruf passt wirklich zu den eigenen Stärken? Antworten darauf gibt die Ausbildungsmesse #DeineAusbildungSuchtDich! (#DASD!), die am 15. und 16. April bei Meurer Verpackungssysteme in Fürstenau stattfindet.

#DASD! bringt rund 70 regionale Unternehmen mit etwa 700 Jugendlichen zusammen und ist das zentrale Format zur Berufsorientierung in der LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land. Eingeladen haben zum fünften Mal die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen, die Stadt Bramsche sowie die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig mit Ausbildungsbetrieben aus der Region in Kontakt zu bringen und Perspektiven für Ausbildung und duale Studiengänge aufzuzeigen.

Die Betriebe aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung präsentieren auf der Messe mehr als 120 verschiedene Ausbildungsberufe und duale Studienangebote. So erhalten Jugendlichen eine kompakte, gute Orientierung und können persönliche Gespräche an den Ständen führen. Ein besonderes Merkmal des Messekonzepts sind praktische Arbeitsproben an den Messeständen. Jugendliche können Berufe direkt ausprobieren, Tätigkeiten kennenlernen und unkompliziert mit Unternehmen ins Gespräch kommen. Ergänzend informieren Beratungsangebote der Jugendberufsagentur über Ausbildung, Studium und Bewerbungsverfahren.

Bereits am 15. April startet die Messe mit einem Familienabend von 18 bis 20 Uhr. Eingeladen sind Jugendliche ab etwa 14 Jahren, Eltern und weitere Ausbildungsinteressierte. Der Abend bietet Gelegenheit, gemeinsam Ausbildungsbetriebe kennenzulernen, persönliche Gespräche zu führen und Informationen zu Praktika, Ausbildungsmöglichkeiten sowie dualen Studiengängen zu erhalten.

Zusätzlich werden am Familienabend ein Quick-Check von Bewerbungsunterlagen, Informationsangebote für Eltern zu Bildungswegen und Bewerbungen sowie Gespräche mit Beratungs- und Unterstützungsstellen angeboten. Wer möchte, kann an kurzen Betriebsrundgängen bei Meurer Verpackungssysteme teilnehmen; eine Anmeldung ist erwünscht.

Am 16. April folgt der Schülertag: Rund 800 Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 9 der weiterführenden Schulen aus dem Nordkreis besuchen die Messe im Klassenverband in abgestimmten Zeitfenstern. Vorbereitet wird der Messebesuch bereits im Unterricht. Lehrkräfte und das Übergangsmanagement der MaßArbeit unterstützen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld. Dazu erhalten die Schulen ein sogenanntes Laufbuch mit Unternehmensübersicht, Ausbildungsberufen und vorbereitenden Aufgaben, erstellt durch die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.

Die Messe verfolgt mehrere Ziele zugleich: Sie stärkt die regionale Fachkräftesicherung, ermöglicht Jugendlichen praxisnahe Einblicke in Berufe und unterstützt Eltern als wichtige Begleiter im Berufsorientierungsprozess ihrer Kinder. Gleichzeitig steht sie für die enge Zusammenarbeit von Kommunen, Schulen, Unternehmen und MaßArbeit.

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Osnabrücker LEADER-Regionen und ArL treffen sich in Melle

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  • Einleitungstext: Fünf LEADER-Regionen erstrecken sich um den Landkreis Osnabrück. Da sie ähnliche Themen und Herausforderungen beschäftigen, tauschen sich die Regionen regelmäßig aus, um Anregungen zu sammeln.

Fünf LEADER-Regionen erstrecken sich um den Landkreis Osnabrück. Da sie ähnliche Themen und Herausforderungen beschäftigen, tauschen sich die Regionen regelmäßig aus, um Anregungen zu sammeln. Aber nicht nur das: Auch das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) ist dabei, um wichtige Fragen zu beantworten. Diesmal kam die Gruppe in Melle zusammen, wo sie auch zwei LEADER-geförderte, beispielhafte Projekte besichtigte.

Die Austauschtreffen finden in der Regel zweimal im Jahr jeweils vor Ort in einer LEADER-Region statt. Diesmal ging es für die Teilnehmenden nach Melle-Wellingholzhausen in das „Fachwerk 1775“. Der erste Teil des Treffens stand ganz im Zeichen von Austausch und Vernetzung. Die Regionalmanagements, die Mitglieder der LEADER-Geschäftsstellen sowie die Sachbearbeiter:innen des ArL sprachen unter anderem darüber, wie viel Budget in den einzelnen Regionen noch vorhanden ist und welche Themen alle gerade beschäftigen. Daneben ging es um die Frage, wie man gemeinsam den Übergang in die neue Förderperiode ab 2028 bewerkstelligen kann und natürlich auch, wie sie auf die möglichen Änderungen der LEADER-Förderung reagieren wollen.

Im Anschluss schaute sich die Gruppe noch zwei nachahmenswerte Projekte aus Melle an. So soll der sagenhafte Bürgerpark in Wellingholzhausen mit mehreren Skulpturen aufgewertet werden. Ziel ist es, lokale Sagen und Mythen im kollektiven Gedächtnis zu verankdern, aber auch, die Aufenthaltsqualität des beliebten Treffpunkts zu erhöhen. Der Spielplatz am Osterbach soll durch die Erweiterung um Outdoor-Fitnessgeräte zum Mehrgenerationenpark werden. So schafft LEADER Raum für Begegnung, Gesundheit und Erholung.

Die Regionalmanagements aus dem Osnabrücker Land waren sich einig, dass das Treffen wieder ein voller Erfolg war: „Durch den guten Draht zwischen uns LEADER-Regionen, aber auch dem ArL, können wir Herausforderungen bestmöglich begegnen und neue Chancen entdecken. Außerdem hat das Treffen mal wieder gezeigt, was LEADER-Projekte vor Ort Positives bewirken können.“

Das nächste Austauchtreffen findet im Oktober in der LEADER-Region Wittlager Land statt.

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Neue Knotenpunkte für das Radnetz im Osnabrücker Land

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  • Einleitungstext: Petra Rosenbach leitet seit vielen Jahren die Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land. Gemeinsam mit den Kommunen und den LEADER-Regionen bringt sie aktuell das Knotenpunktsystem für den Radverkehr im Landkreis Osnabrück auf den Weg.

Petra Rosenbach leitet seit vielen Jahren die Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land. Gemeinsam mit den Kommunen und den LEADER-Regionen bringt sie aktuell das Knotenpunktsystem für den Radverkehr im Landkreis Osnabrück auf den Weg. Wir wollten wissen, warum dieses Projekt so bedeutend ist und welche Rolle LEADER dabei spielt.

Frau Rosenbach, was genau ist überhaupt ein Knotenpunktsystem?

Das Knotenpunktsystem stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Man kann es sich wie ein Netz vorstellen, das über die gesamte Region gelegt wird. An Kreuzungspunkten von Wegstrecken befinden sich künftig nummerierte Knotenpunkte mit Übersichtstafeln. Radfahrer orientieren sich dann nicht mehr an einzelnen ausgeschilderten Touren, sondern fahren einfach eine Zahlenfolge ab. Man startet zum Beispiel bei Punkt 13 und fährt dann über Punkt 15 zu einer Sehenswürdigkeit an Punkt 20. Das macht die Planung flexibler und individueller. Man kann spontan an jedem Kreuzungspunkt entscheiden, wie viele Kilometer man fahren möchte oder welche Ortschaften eingebunden werden sollen.

Warum führt das Osnabrücker Land dieses System jetzt ein?

Viele touristische Nachbarregionen, vom Emsland über die Grafschaft Bentheim bis ins Münsterland, nutzen das System bereits erfolgreich. Wir schließen jetzt eine Lücke für unbeschwertes Radfahren über Kreis- und Landesgrenzen hinweg. Besonders erfreulich ist, dass alle 21 Kommunen im Landkreis und die Stadt Osnabrück das Projekt unterstützen. Das ist keineswegs selbstverständlich und zeigt, dass der Mehrwert für die Region klar gesehen wird.

Welche Vorteile bringt das System für Gäste und Einwohner?

Es vereinfacht die Orientierung und macht das Radfahren noch zugänglicher. Gleichzeitig reduziert es die Vielzahl an ausgeschilderten Einzelrouten. Künftig stehen die Knotenpunkte im Mittelpunkt, ergänzt durch Radfern- und Themenrouten. Das spart natürlich auch Beschilderung und ist nachhaltiger. Eine Knotenpunkt-App sorgt für einfache Orientierung.

In der Vermarktung eröffnet das System neue Möglichkeiten. Wir können saisonale oder thematische Tourenvorschläge machen, etwa zur Rapsblüte oder zur Verknüpfung besonderer Kulturorte, ohne zusätzliche Beschilderung. Und nicht zuletzt trägt es zur Lebensqualität der Menschen vor Ort bei. Radfahren wird noch attraktiver, sowohl für Gäste als auch für die eigene Bevölkerung.

Welche Rolle spielen die LEADER-Regionen bei diesem Projekt?

Im Osnabrücker Land sind alle fünf LEADER-Regionen beteiligt: Nördliches Osnabrücker Land, Südliches Osnabrücker Land, Hufeisen-Region, Wittlager Land sowie Melle. Die Konzeption des Knotenpunktsystems wurde durch LEADER gefördert. Jede LEADER-Region hat das Projekt in ihre Lokale Aktionsgruppe (LAG) eingebracht und nach dem Entscheidungsprozess grünes Licht gegeben. Das hat sehr gut funktioniert und die vorbildliche Zusammenarbeit im Osnabrücker Land gezeigt.

Durch diese Kooperation konnten die notwendigen Fördermittel für die Planungsphase gebündelt werden. Gleichzeitig sorgt der gemeinsame Weg durch die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) dafür, dass das Projekt von Kommunen und Gesellschaft breit getragen wird. Das ist ein großer Vorteil für ein Vorhaben dieser Größenordnung.

Wie geht es nun weiter? Wann können erste Radfahrer das neue Netz testen?

Derzeit befinden wir uns in der Feinplanung. Die Kommunen prüfen die vorgeschlagene Streckenführung noch einmal, anschließend folgen Ausschreibung und Vergabe für Material und Montage. Die Umsetzung ist ab Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Investitionssumme für die benötigte Infrastruktur und deren Installation liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Im Gegensatz zur Konzeption soll die Realisierung über ein Infrastrukturprogramm gefördert werden, das einen Großteil der Kosten übernimmt.

Was bedeutet das Projekt für die Zukunft der Region?

Das Osnabrücker Land ist bereits eine ausgezeichnete Radregion. Eine aktuelle Zählung zeigt, dass sich die Zahl der Radfahrenden in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Das Knotenpunktsystem ist der nächste logische Schritt, um diese Entwicklung weiterzuführen. Es stärkt den Tourismus, erhöht die Lebensqualität und verbindet die Region noch enger über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg.

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Treffen der niedersächsischen LEADER-Regionen in Vechta

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  • Einleitungstext: Wie kann LEADER auch künftig die Entwicklung ländlicher Regionen stärken? Um diese Frage drehte sich das Austauschtreffen der niedersächsischen Regionalmanagements in Vechta.

Wie kann LEADER auch künftig die Entwicklung ländlicher Regionen stärken? Um diese Frage drehte sich das Austauschtreffen der niedersächsischen Regionalmanagements in Vechta. Diskutiert wurde unter anderem, wie auch bei fehlenden Budgets wichtige Projekte oder Prozesse vor Ort unterstützt werden können, wie der Austausch zwischen den Regionen weiter gestärkt wird und welche Perspektiven es für LEADER nach dem Ende der aktuellen Förderperiode gibt.

Der fachliche Austausch zwischen den Regionen stand dabei im Mittelpunkt. Für diesen Zweck wurde eine informelle Austauschplattform für die Regionalmanagements geschaffen, die künftig über den Kommunikationskanal Discord organisiert werden soll. Außerdem wurde über aktuelle Entwicklungen aus den LEADER-Gremien berichtet. So wird Jochen Rienau aus dem Peiner Land die Nachfolge von Karsten Perkuhn im KLARA-Begleitausschuss antreten.

Um weiterhin trotz komplett ausgeschöpfter LEADER-Budgets die ländliche Entwicklung vor Ort zu unterstützen, wurden die verschiedenen Ideen aus allen Regionen ausgetauscht. Die verstärkte Beratung hinsichtlich anderer Fördertöpfe oder auch die Unterstützung der Dorfmoderation Niedersachsen aus dem Regionalmanagement heraus wurden hier genannt und diskutiert .

Zukunft von LEADER

Ein zentrales Thema war auch der Blick auf die kommende Förderperiode 2028 bis 2035. Denn weiterhin ist unklar, wie LEADER weitergeführt wird. Noch wird innerhalb der EU über die Zukunft und Ausgestaltung des Förderinstruments verhandelt. Viele Regionen setzen sich dafür ein, dass das Erfolgsprogramm LEADER weiterhin in seiner bewährten Form bestehen bleibt und die Entwicklung ländlicher Räume nachhaltig unterstützt wird. Denn in der täglichen Arbeit der Regionalmanagerinnen und Regionalmanager zeigt sich deutlich, wie sehr LEADER nicht bloß einzelne Maßnahmen, sondern gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und Demokratie fördert. Eine Plakatwand zeigte dazu auf dem Austauschtreffen die Ideenvielfalt verschiedener Kampagnen aus den Regionen.

Ein besonderer Dank gilt Elena Rautland, Holger Brörkens, May-Britt Müller und Marco Großardt für die hervorragende Organisation des Treffens. Mit viel Engagement haben sie eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die einmal mehr gezeigt hat, wie wertvoll der regelmäßige Austausch zwischen den Regionen ist. Solche Treffen leisten einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit im LEADER-Netzwerk Niedersachsen und zur gemeinsamen Weiterentwicklung ländlicher Regionen.

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Niedersachsen macht sich stark für LEADER

  • Beitragsbild: Ministerin Miriam Staudte (4 v. l), Ministerin Melanie Walter (2 v. l.) und Ministerpräsident Olaf Lies (1 v. l.) übergeben ein Positionspapier an Bundesagrarminister Alois Rainer (3 v. l.). Foto: ML
  • Einleitungstext: Die Zukunft von LEADER ist in Gefahr: Nach Plänen der EU-Kommission könnte nach dem Ende der aktuelle Förderperiode deutlich weniger Geld für das Regionalentwicklungsprogramm zur Verfügung stehen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz will dies nicht hinnehmen.

Ministerin Miriam Staudte (4 v. l), Ministerin Melanie Walter (2 v. l.) und Ministerpräsident Olaf Lies (1 v. l.) übergeben ein Positionspapier an Bundesagrarminister Alois Rainer (3 v. l.).
Foto: ML

Die Zukunft von LEADER ist in Gefahr: Nach Plänen der EU-Kommission könnte nach dem Ende der aktuelle Förderperiode deutlich weniger Geld für das Regionalentwicklungsprogramm zur Verfügung stehen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz will dies nicht hinnehmen. Mit einem Positionspapier setzen sich die Ministerinnen Miriam Staudte und Melanie Walter beim Bundesagrarministerium dafür ein, dass LEADER in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, wenn nicht sogar gestärkt wird.

Seit 2023 ist nahezu die gesamte Fläche Niedersachsens in LEADER-Regionen unterteilt, 68 sind es insgesamt. In der aktuellen Förderperiode steht ihnen zusammen ein Budget von 165 Millionen Euro zu Verfügung. Für das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ist es jedoch nicht nur das Geld, das den Mehrwert von LEADER ausmacht. In einem Positionspapier hat es die Vorteile des Programms zusammengefasst. So stärke LEADER die regionale Eigenverantwortung, die Zivilgesellschaft und das bürgerliche Engagement, da die Menschen vor Ort selbst Projekte entwickeln und sie umsetzen. Dadurch erleben sie, dass sie selbst etwas bewegen können, was die Demokratie fördert. Auch passen die Projekte besser zu den Bedürfnissen der Region, da sie von lokalen Akteur:innen stammen. Hinzu kommt, dass LEADER Menschen und Gruppen vor Ort vernetzt, den sozialen Zusammenhalt stärkt und regionale Wertschöpfungsketten aufbaut.

Weniger Geld aus Brüssel?

Nach dem Ende der Förderperiode könnte es mit LEADER ist seiner jetzigen Form jedoch vorbei sein. Nach Plänen der EU-Kommission soll es zukünftig keine thematischen Einzelfonds, sondern nur einen zentralen Fonds geben. Für LEADER gäbe es darin – anders als z.B. für die Einkommensunterstützung in der Agrarförderung – kein festgelegtes Budget. Der Beteiligungssatz der EU am LEADER-Programm könnte von 80 auf 40 bis 60 Prozent (in Übergangsregionen) sinken. Dies würde unter anderem bedeuten, dass die Finanzierung vieler Projekte gefährdet ist. Auch die Finanzierung des Regionalmanagements könnte wegfallen – dabei ist dieses essenziell, da es regionale Akteuer:innen zusammenbringt, (kostenlos) Projektträger:innen berät und die Öffentlichkeit über LEADER informiert.

Appell an Bundesagrarminister

Die niedersächsische Agrarministerin Miriam Staudte und ihre Kollegin, Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter, appellieren in ihrem Papier an das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, sich in den derzeit stattfindenden Verhandlungen auf EU-Ebene für LEADER einzusetzen. Sie fordern, dass ein zweckgebundenes Budget für LEADER auch in Zukunft gesichert bleibt, dass der EU-Beteiligungssatz angehoben und dass der LEADER-Prozess vereinfacht und entbürokratisiert wird. Auch solle die Bandbreite der Themen für LEADER wie Umwelt, Klima, Infrastruktur, Kultur und soziale Daseinsvorsorge erhalten bleiben. Ihr Positionspapier übergaben die Ministerinnen gemeinsam mit Ministerpräsident Olaf Lies im Rahmen der Grünen Woche an Bundesagrarminister Alois Rainer. Die LEADER-Regionen hoffen, dass der Einsatz der Ministerinnen Früchte trägt.

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