"Offene Begegnungsräume verbinden Generationen"

LAG-Mitglied Felix Kruse im Interview
Felix Kruse ist LAG-Mitglied und Geschäftsführer der Caritas Nordkreis Pflege GmbH. Mit dem Start des Förderprojekts „Orte der Begegnung in Berge“ erlebt er LEADER jetzt auch in der Rolle des Projektträgers.
Am Alten- und Pflegezentrum Haus Lambertus in Berge entstehen neue Begegnungsorte. Welches Ziel verfolgt das Projekt?
Mit dem „Garten der Begegnung“ entsteht ein öffentlicher Treffpunkt, der die Menschen stärker miteinander verbinden soll. Das zentrale Ziel ist es, Begegnungen zwischen Generationen zu fördern und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die unmittelbare Anbindung an das Pflegezentrum ermöglicht organisierten und zufälligen Austausch zwischen Jung und Alt. Gleichzeitig richten wir im Neubau des Pflegezentrums den „Raum der Begegnung“ ein – ein multifunktionaler Raum, den auch Vereine und Verbände nutzen können. Beide Begegnungsorte erweitern die soziale Infrastruktur der Gemeinde, stärken die Selbstständigkeit älterer Menschen und beugen Vereinsamung vor.
Was wird das Besondere am Garten der Begegnung sein?
Ganz klar der naturnahe Erlebnis- und Erholungsgarten. Entlang eines Rundwegs planen wir attraktive Stationen wie Kugelpfad, Wassertretbecken und Klanghölzer. Der Platz schafft Raum für verschiedene Aktivitäten und Austausch. Er dient ebenso der Entspannung und als Hitzeschutz im Sommer. Die Kombination aus Garten und Begegnungsraum ermöglicht vielfältige Bildungs- und Freizeitangebote für alle Generationen sowie gemeinsame Aktionen mit Schule, Kindergarten und Vereinen.
Welchen Mehrwert bietet das Projekt für Berge und die LEADER-Region?
Für Berge entsteht ein Treffpunkt, der dem Pflegeheim und den entstehenden Service-Wohnungen dient, aber auch öffentlich zugänglich ist und damit einen Erholungsort im Ortskern schafft. Der parkähnliche Garten bietet Aufenthaltsqualität für Radtouristen und Wandernde und strahlt über die Gemeinde hinaus. Das Projekt zeigt, wie offene Begegnungsräume Generationen nachhaltig verbinden und kann Vorbild für andere Kommunen sein.
Was würde es für Projekte wie das der Caritas bedeuten, wenn LEADER ab 2028 ohne festes Regionalbudget auskommen müsste?
Die LEADER‑Förderung hat für unser Projekt eine zentrale Bedeutung. Ein festes Budget gibt Projektträgern sowie der LAG verlässliche Rahmenbedingungen für eine transparente und langfristige Entwicklung von Projekten. Für mich als LAG-Mitglied ist das der entscheidende Erfolgsfaktor. Das Budget bedeutet Planungssicherheit, ermöglicht die transparente Kommunikation der Fördermittel und gibt der LAG den notwendigen Gestaltungsspielraum, um regionale Prioritäten zu setzen. Genau dieses Prinzip der lokalen Entscheidungshoheit macht LEADER so wirksam.






