Einleitungstext: Eine gute Kommunikation funktioniert auf vielen Wegen mit verschiedenen Menschen. Doch woran viele nicht denken: Wie können wir auch die Menschen mitnehmen, die Beeinträchtigungen im Sehen, Hören, Sprechen oder Verstehen haben?
Kommunikation prägt unseren Alltag. Doch wie können auch die Menschen teilhaben, die Beeinträchtigungen im Sehen, Hören, Sprechen oder Verstehen haben? Dieser Frage widmet sich das LEADER-Startprojekt „Gelingende Kommunikation im Sozialraum Nördliches Osnabrücker Land“. Das Ziel: Eine einfache und barrierefreie Sprache auf kommunaler Ebene etablieren. Projektträgerin ist die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück gGmbH, kurz HpH.
Für ihr Projekt hat sich die (HpH) mit den fünf Kommunen des Nördlichen Osnabrücker Landes (NOL) zusammengeschlossen. Als regionale Trägerin der Eingliederungs-/Behindertenhilfe unterhält sie im NOL insgesamt knapp 40 Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Beeinträchtigungen und anderem Förderbedarf. Dazu zählt u.a. der Fachdienst „Gelingende Kommunikation“.
„Ziel der Gelingenden Kommunikation ist es, Barrieren abzubauen und Menschen mit Beeinträchtigungen Zugang zu Kommunikation und Information zu schaffen, damit sie ihr Recht auf Teilhabe verwirklichen können. Instrumente dafür sind u.a. Gebärden, Einfache bzw. Leichte Sprache, Symbole und Piktogramme und/oder elektronische Kommunikationsmittel“, so die projektverantwortliche Mitarbeiterin Nicole Tietjen.
Nach einem ersten Kennenlernen und einer kurzen Einführung in die Themen „Unterstützende Kommunikation“ und „Gelingende Kommunikation“ werden die Kommunen jeweils eine Arbeitsgruppe bilden, die gemeinsam mit Nicole Tietjen die Bedarfe und den Status quo vor Ort ermittelt. Zu zwei Fragen werden die Projektpartner im Projektverlauf intensiv arbeiten: 1. Wie kann angesichts der vorhandenen Kommunikationskomplexität, verschiedener Zielgruppen und Beteiligten ein möglichst hohes Maß an „Gelingender Kommunikation“ erreicht werden? 2. Welche Voraussetzungen und Standards müssen dafür entwickelt werden?
Im Ergebnis sollen Schulungen und eine zu erarbeitende Handreichung den Kommunen die Anwendung der Gelingenden Kommunikation im Alltag ermöglichen. Gemeinsam soll so das Nördliche Osnabrücker Land ein Stück barrierefreier werden.
Einleitungstext: Bei der letzten LAG-Sitzung am 21. Februar im Rathaus in Bramsche kam die Lokale Aktionsgruppe zusammen, um über die Vergabe von Fördermitteln zu entscheiden.
Bei der letzten LAG-Sitzung am 21. Februar im Rathaus in Bramsche kam die Lokale Aktionsgruppe zusammen, um über die Vergabe von Fördermitteln zu entscheiden. Im Rahmen der Abstimmungen bekamen fünf Projekte ein positives Votum:
Hase-Helden-Tour, zweite Teilroute (Initiative Quakenbrück e.V.)
Optimierung der gemeinsamen Tonanlage für den Sonderveranstaltungsbetrieb, (Universum e.V.) für Filmtheater Universum und Stadtmarketing Bramsche
Everdings Mühle – Lebendiges Denkmal und Wahrzeichen des Artlandes (privater Antragsteller)
Wertschätzung für das Ehrenamt – Einrichtung einer Koordinierungsstelle Ehrenamt für die Samtgemeinde Artland (Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk)
Insgesamt werden diese fünf Projekte mit 130.000 € Fördermitteln unterstützt. Mit dem Projekt Everdings Mühle wurde in der LEADER-Region NOL zum ersten Mal das Projekt eines privaten Antragstellers von der LAG angenommen – ein positives Beispiel dafür, dass nicht nur Vereine, Institutionen oder Kommunen Projekte realisieren können, sondern auch Privatpersonen. Alle Projektträger:innen können nun den offiziellen Förderantrag beim Amt für regionale Landesentwicklung (Arl) einreichen. Der nächste Stichtag wird auf den 29. April festgesetzt und ein Budget von 300.000 € für die Projektförderung eingeplant. Die LAG wird am 27. Mai über die zum Stichtag eingereichten Projekte entscheiden. Zusätzlich beschloss die LAG Änderungen in den Förderbedingungen des Regionalen Entwicklungskonzepts: Sich selbst amortisierende energetische Anlagen, wie z.B. PV-Anlagen, Wärmepumpen sowie LED-Anlagen sind nicht förderfähig.
Zum Abschluss der Sitzung beauftragte die LAG das Regionalmanagement mit der Umsetzung des präsentierten Social Media Konzeptes. Die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land ist damit ab sofort auf Facebook und Instagram aktiv und informiert dort über ihre Aktivitäten und die Förderung.
Einleitungstext: Das Regionalmanagement ist der Motor der Region. Und zu einer gut geölten Maschine gehört auch ein starkes Team, das die Zahnräder ineinander greifen lässt.
Michael Ripperda, Karsten Perkuhn und Lena Wewers (v.l.) unterstützen das Regionalmanagement in der Beratung, Koordination und Öffentlichkeitsarbeit.
„Mein Antrieb ist es, die Region Nördliches Osnabrücker Land mit Innovationskraft weiterzubringen. Wenn ich das Engagement vor Ort in den vier Samtgemeinden und der Stadt Bramsche unterstützen kann, ist das für mich jedes Mal ein Erfolgserlebnis“, so Regionalmanager Nils Schnieders. Das ist es, worum es im Kern bei dem EU-Förderprogramm geht: Die zur Verfügung stehenden Fördermittel dazu einzusetzen, um möglichst viele Projekte von Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam und eigeninitiativ zu entwickeln, die die Region fit für die Zukunft machen.
Als Regionalmanager ist Nils Schnieders der Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Förderung. Grundsätzlich können Kommunen, Vereine, Institutionen, Bürgerinitiativen, Unternehmen, Kirchen und Privatpersonen Fördermittel für Projekte beantragen. Der erste Weg führt dann immer zum Regionalmanagement: Nils Schnieders berät alle Fördermittelinteressierten kostenlos zu den Möglichkeiten der Förderung, ob erste Idee oder vollständig geplantes Projekt. Bis die Fördermittel von der zuständigen Behörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), offiziell bewilligt sind, bleibt der Regionalmanager an der Seite der Antragstellerinnen und -steller. Neben der Fördermittelberatung ist das Regionalmanagement laufend im engen Austausch mit den Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen sowie der Stadt Bramsche, die gemeinsam die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land bilden.
Ebenso arbeitet Regionalmanager Nils Schnieders eng mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), dem Entscheidungsgremium der Region, zusammen. Er bereitet die regelmäßigen Sitzungen vor, in denen entschieden wird, ob Projekte für die Förderung in Frage kommen. Der Regionalmanager ist außerdem ein wichtiger Netzwerker in den Nordkreis Kommunen: Er bringt die handelnden Personen und Institutionen in der Region zusammen und vernetzt sich auch mit anderen LEADER-Regionen.
Das Team für die Region
Unterstützung erhält Regionalmanager Nils Schnieders von einem Team. Dazu zählen die Berater und Experten für ländliche Entwicklung Karsten Perkuhn und Michael Ripperda, die selbst auf langjährige Regionalmanagement-Erfahrung zurückgreifen können. Mit ihrem Know-how unterstützen sie Nils Schnieders bei Projektberatungen und den weiteren Aufgaben eines Regionalmanagements. Beide kennen selbst zahlreiche Schlüsselfiguren der Region aus anderen Projekten. Das gesamte Team ist bei der pro-t-in GmbH angestellt, das das Regionalmanagement im Auftrag der Kommunen ausübt. Die Kommunikationsagentur für Ländliche Entwicklung aus Lingen (Ems) betreut drei weitere Regionalmanagements im Landkreis Osnabrück und kann so über die Berater Karsten Perkuhn und Micheal Ripperda wertvolle Synergien herstellen. Komplettiert wird das Team durch Lena Wewers. Die Videojournalistin unterstützt das Regionalmanagement in der Konzeption und Umsetzung von Öffentlichkeitsarbeit in Form von Pressearbeit, Printprodukte, Social Media und Betreuung der Website. Die Kommunikation stellt die Chancen und Erfolge der LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land nach innen und außen dar. So bringt das Team um Regionalmanager Nils Schnieders seine Stärken ein, um optimal zu beraten und die Region für die Zukunft aufzustellen.
Einleitungstext: Sonja Koopmann ist Geschäftsführerin der bema GmbH Maschinenfabrik in Voltlage und Mitglied der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Nördlichen Osnabrücker Land. Im Interview spricht die Unternehmerin über ihr Engagement, den Unternehmenstag 2023 und welchen Mehrwert LEADER auch für Unternehmen bietet.
Sonja Koopmann ist Geschäftsführerin der bema GmbH Maschinenfabrik in Voltlage und Mitglied der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Nördlichen Osnabrücker Land. Im Interview spricht die Unternehmerin über ihr Engagement und den Mehrwert, den LEADER auch für Unternehmen bietet.
Frau Koopmann, Sie sind Mitglied der Lokalen Aktionsgruppe, wo Sie die Wirtschafts- und Sozialpartner:innen vertreten. Was treibt Sie an, sich hier zu engagieren?
Sonja Koopmann: Für mich ist ehrenamtliches Engagement generell wichtig, um Entwicklung voranzutreiben. Unsere Gesellschaft kann ohne Ehrenamt nicht funktionieren. In der LAG geht es mir darum, die Anliegen, Interessen und Perspektiven der Wirtschaft einzubringen. Gleichzeitig profitiere ich eigentlich immer auch selbst vom Austausch mit anderen. Der Input aus anderen Unternehmen und gesellschaftlichen Bereichen, die damit verbundene andere Sichtweise, empfinde ich als Bereicherung – für mich und mein Unternehmen.
LEADER verspricht eine Förderung, von der die ganze Region profitiert. Wo sehen Sie den Nutzen für die Unternehmen? Welche Mehrwerte ergeben sich für die Betriebe vor Ort?
Sonja Koopmann: Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Nördlichen Osnabrücker Landes als einer lebenswerten Region – und genau das ist ja das Ziel des LEADER-Prozesses – leistet einen wichtigen Beitrag zur Standortattraktivität und damit zur Bindung und Gewinnung von Fachkräften. Ein Standort, der ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld bietet, macht die Region auch für Auswärtige interessanter.
Sie sind Teil des Unternehmernetzwerkes im Nördlichen Osnabrücker Land und engagieren sich u.a. in der diesjährigen Ausrichtung des Unternehmenstages. Ist LEADER in Gesprächen mit anderen Unternehmer:innen ein Thema? Und wenn ja, wie wird es diskutiert?
Sonja Koopmann: Bisher nehme ich Gespräche über LEADER in Unternehmensnetzwerken nicht wahr. Ich glaube, noch ist das Thema weit weg. Es muss erst greifbar werden.
Hätten Sie eine Projektidee aus der Wirtschaft für die Gemeinschaft, von der alle im Sinne eines klassischen „win-win“ profitieren könnten?
Sonja Koopmann: Mein erster Impuls ist die Einrichtung einer Plattform von Unternehmen für Unternehmen – und perspektivisch auch darüber hinaus für die Verbraucher. Mir schwebt da eine Art „Marktplatz der Region“ vor. Hier in Voltlage haben wir die VoltlageApp, die im Kleinen schon einiges leistet: So finden sich Unternehmensprofile und demnächst sollen Stellenanzeigen platziert werden können. Es wäre ein wertvoller Beitrag zur Vernetzung der Region, wenn so etwas für die ganze Gemeinschaft des Nördlichen Osnabrücker Landes realisiert werden könnte.
Einleitungstext: Am Fluss der Zeit – unter diesem Motto startete die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land (NOL) 2023 mit der Umsetzung ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes. Im Vorfeld war zum Leitmotto ein Fotowettbewerb durchgeführt worden mit dem Ziel, die fünf Kommunen bildlich zu profilieren.
Machen sich seit April 2023 für die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land stark: Die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) mit ihren Vorsitzenden Michael Wernke (4.v.l.) und Ulf Dieckmann (3.v.r.). | Foto: pro-t-in GmbH
Am Fluss der Zeit – unter diesem Motto startete die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land (NOL) 2023 mit der Umsetzung ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes. Im Vorfeld war zum Leitmotto ein Fotowettbewerb durchgeführt worden mit dem Ziel, die fünf Kommunen bildlich zu profilieren. Einen ersten Meilenstein setzte das NOL, zu dem die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen sowie die Stadt Bramsche gehören, in Form einer gut besuchten Informationsveranstaltung in Museum und Park Kalkriese. Mit dem Regionalmanagement wurde zum 1. April die pro-t-in GmbH aus Lingen beauftragt. Regionalmanager Nils Schnieders und Berater Karsten Perkuhn sind seither die Ansprechpartner für Projektmanagement, Förderung und Antragstellung.
Erste Projekte
Die LEADER-Region lebt von Projekten, initiiert von Vereinen, Institutionen, Privatpersonen und Kommunen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Entwicklungsziele der Region zu erreichen. Insgesamt 17 Projekte wurden 2023 von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) beschlossen. Für diese Projekte sind insgesamt rund 500.000 € an Fördergeldern eingeplant. Ein Projekt zur Hebammenversorgung ist aktuell in der Umsetzung. Darüber hinaus wurden die Förderung einer Potenzialanalyse zum nachhaltigen Tourismus am Alfsee, die Errichtung einer Sternenkindergrabstätte sowie die Umgestaltung der alten Wassermühle am Ankumer See vom Amt für regionale Landesentwicklung (kurz ArL) bestätigt. „Von der LEADER-Förderung geht eine große gestalterische Kraft aus. Wir können damit insbesondere Vereine und Verbände darin unterstützen, lang gehegte Wunschprojekte endlich umzusetzen. Mit der kostenlosen Beratung werden Antragstellerinnen und Antragsteller sicher auf dem Weg zur erfolgreichen Projektförderung begleitet“, so Michael Wernke, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Bis 2027 stehen der LEADER-Region NOL etwa 2,7 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Interessierte können sich zur Beratung an Nils Schnieders und Karsten Perkuhn wenden. Die neue Website www.leader-nol.de, Postkarten und das Magazin LEADER kompakt informieren über LEADER und die Chancen, die sich dadurch für die Region bieten.
Gut besuchte Veranstaltungen
Zwei Großveranstaltungen prägten das letzte Jahr in besonderem Maße: die Ausbildungsmesse #DASD! im April und der Nordkreis Unternehmenstag im September. Mit über 700 Schülerinnen und Schülern, 60 ausstellenden Firmen und über 100 Ausbildungsberufen war die Ausbildungsmesse zu Beginn der LEADER-Förderperiode ein voller Erfolg. Die 140 Gäste des Nordkreis Unternehmenstages wurden bei der gastgebenden bema GmbH Maschinenfabrik in Voltlage willkommen geheißen und nutzten die Veranstaltung zum Netzwerken. Das Regionalmanagement unterstützte das Event in der Planung, Organisation und Erstellung von Werbemitteln. Beide Großveranstaltungen werden 2024 erneut stattfinden.
Vernetzung nach innen und außen
Die LEADER-Region NOL schaut über den Tellerrand hinaus. Mit der LEADER-Region Hasetal wurden die ersten Schritte hin zu einer starken Kooperation gegangen – ganz im Sinne der Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen im Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal. Die Regionalmanagements sind im regelmäßigen Austausch, gemeinsame LEADER-Projekte wurden initiiert und Jurriën Dikken, Geschäftsführer der Hasetal Touristik, stieß als beratender Experte zur LAG Nördliches Osnabrücker Land hinzu. Diese Zusammenarbeit soll künftig weiter intensiviert werden. Auch die fünf LEADER-Regionen im Landkreis Osnabrück sind miteinander im Gespräch, schließlich findet ein regelmäßiger Austausch auf Landes- und Bundesebene statt.
Die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen sowie die Stadt Bramsche bilden die LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land (NOL). Der Region steht ein festes Budget in Höhe von ca. 2,7 Mio. Euro zur Verfügung, das für die Förderung von Projekten eingesetzt wird. Förderfähige Projekte müssen zu den fünf im Regionalen Entwicklungskonzept festgeschriebenen Handlungsfeldern Soziales & Gemeinschaft, Lebensraum & Demografie, Tourismus, Umwelt & Klima sowie Innovation passen. Jedem Handlungsfeld sind Entwicklungsziele zugeordnet. Die 33 Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) repräsentieren die fünf Kommunen sowie Wirtschaft und Gesellschaft. Sie bewerten die Projekte inhaltlich. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) prüft förderrechtliche Voraussetzungen sowie Finanzierung und bewilligt die Projekte, sofern alle formalen Kriterien eingehalten worden sind.