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Den Tourismusstandort NOL weiterentwickeln

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  • Einleitungstext: Aktuell ist Osnabrück gemeinsam mit den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim die beliebteste Radreiseregion Deutschlands. Die vielfältige Landschaft mit Teutoburger Wald und Wiehengebirge zieht Wanderfans in das Osnabrücker Land.

Kooperationen und Projekte bringen die Region voran

Aktuell ist Osnabrück gemeinsam mit den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim die beliebteste Radreiseregion Deutschlands. Die vielfältige Landschaft mit Teutoburger Wald und Wiehengebirge zieht Wanderfans in das Osnabrücker Land. Rad- und Wanderurlauber:innen gehören deshalb auch für das Nördliche Osnabrücker Land zur Kernzielgruppe.

Mit großen Kooperationsprojekten – mitfinanziert durch die LEADER-Förderung – wird die Region zusätzlich für diese Zielgruppe aufgewertet. Ganz frisch ist das Projekt zur Einführung des Knotenpunktsystems im gesamten Landkreis Osnabrück. Dafür haben sich die LEADER-Regionen Hufeisen, Melle, Nördliches Osnabrücker Land, Südliches Osnabrücker Land und Wittlager Land mit der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land (TOL) zusammengetan. Für Radurlauber:innen bedeutet das „Radeln nach Zahlen“ und damit die einfache Gestaltung eigener Touren sowie eine einfache Navigation entlang der Knotenpunkte. Zusätzlich hat das NOL mit dem Hasetal und der Region Hufeisen das Kooperationsprojekt Wertschöpfungskette Wandern zur Attraktivierung des Hünenwegs in die Umsetzung gebracht. Ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt, um den Wandertourismus in der Region zu stärken.

An diesen Projektbeispielen wird deutlich: Das NOL setzt auf Kooperationen, um die Region touristisch weiterzuentwickeln und erreicht damit die selbst gesteckten Ziele aus dem Regionalen Entwicklungskonzept. Mit weiteren Projekten wie der Potenzialanalyse Nachhaltiger Tourismus am Alfsee und der Unterstützung kleinerer Vereine beim Erhalt historischer Baukultur werden bestehende Angebote weiterentwickelt, Konzepte für nachhaltigen Tourismus erarbeitet und kulturelle Alleinstellungsmerkmale gefördert. Von der Erneuerung des Mühlrades Telgkamps Mühle bis hin zu landkreisweiten Kooperationsprojekten zahlen alle Projekte auf das touristische Gesamterlebnis ein, das Gäste in der Region haben sollen. Erreicht wird dieses Ziel durch die gute Vernetzung im Nördlichen Osnabrücker Land: Der Heimatverein erfährt aus dem Gemeinderat von der LEADER-Förderung, die Kommunen treffen sich regelmäßig in einer touristischen Arbeitsgruppe und arbeiten mit den Tourismusverbänden TOL und Hasetal zusammen. In all diesen Aktivitäten zeigt sich die Stärke der Region: ein aktives Netzwerk zur Entwicklung und Vermarktung des Tourismusstandorts Nördliches Osnabrücker Land.

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Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg

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  • Einleitungstext: Während meiner Studienzeit habe ich einige Jahre in Hannover gelebt. Als ich wieder in die Heimat zurückgekehrt bin, wusste ich die schöne und lebenswerte Umgebung mehr zu schätzen als je zuvor.

Während meiner Studienzeit habe ich einige Jahre in Hannover gelebt. Als ich wieder in die Heimat zurückgekehrt bin, wusste ich die schöne und lebenswerte Umgebung mehr zu schätzen als je zuvor. Das besondere an unserer Region ist die Vielfalt der Landschaft. Stark aufgestellt sind wir vor allem im Bereich Radfahren und Wandern. Mit LEADER-Kooperationsprojekten fördern wir diese Aushängeschilder.

Als LEADER-Region NOL pflegen wir ein Netzwerk mit den weiteren LEADER-Regionen im Landkreis sowie dem Tourismusverband Osnabrücker Land (TOL) und der Hasetal Touristik GmbH. Und diese Zusammenarbeit macht uns stark. Sich als einzelne Kommune im ländlichen Raum zu vermarkten ist schwierig, wenn man über die Region hinaus wahrgenommen werden möchte. Als Region haben wir es da leichter. Seit mehreren Jahren arbeiten die Touristiker im NOL in einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, durch LEADER ist die Stadt Bramsche hinzugekommen – eine sehr gute Ergänzung. In der Region gibt es viele touristische Leuchttürme wie den Alfsee oder das Museum Kalkriese, die Gäste anlocken. Ergänzt durch die kleineren touristischen Highlights, die wir durch LEADER fördern, können wir uns als lebens- und liebenswerte Region präsentieren. Außerdem ist Tourismus ein Wirtschaftsfaktor, der Wertschöpfung in die Region bringt. Mit LEADER können wir diesen Mehrwert unterstützen. Die Chance sollten wir alle nutzen. Mit der guten Begleitung durch das Regionalmanagement kommen die Antragsteller gut durch das Verfahren. Dafür müssen wir weiter die Werbetrommel rühren. Da ist im Bereich Tourismus noch einiges möglich.

Die gute Vernetzung ermöglicht es, auf das Wissen von vielen anderen zuzugreifen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Die strategische Weiterentwicklung entsteht auch aus der Kooperation mit TOL und Hasetal. Die TOL vertritt die Region Osnabrücker Land auf Messen und engagiert sich stark im Marketing. Zusätzlich treiben beide Verbände Initiativen im Bereich Digitalisierung voran. Aktuell packen wir Kooperationsprojekte an, wie das Knotenpunktsystem für den Radtourismus, das von großer Bedeutung für den gesamten Landkreis ist. Auch neue Radrouten werden uns weiter nach vorne bringen: Dazu zählt der Bahntrassenradweg, der durch die Samtgemeinden Fürstenau, Bersenbrück und Artland führt und den wir mit der Hasetal Touristik auf den Weg bringen. Früher konnten Gäste hier mit der Draisine fahren, in Zukunft soll die Strecke ein Radweg sein, der dann die Sehenswürdigkeiten und Gastronomien am Rande der Strecke einbezieht. Das war auf der festen Draisinenstrecke nicht möglich. Vom neuen Bahntrassenradweg werden somit viele Orte profitieren. Für uns ein tolles Zukunftsprojekt für 2025/26. Ohne TOL und Hasetal könnten wir solche Projekte nicht stemmen – weder finanziell noch organisatorisch.

 

Ihr Matthias Wübbel

LAG-Mitglied und Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau

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Fokus auf Tourismus in der neuen LEADER kompakt

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  • Einleitungstext: Die neue Ausgabe der LEADER kompakt ist da! Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Tourismus im Nördlichen Osnabrücker Land (NOL).

Die neue Ausgabe der LEADER kompakt ist da! Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Tourismus im Nördlichen Osnabrücker Land (NOL).

Von Radfahren und Wandern bis hin zu neuen touristischen Projekten – auf 12 Seiten bietet das Magazin spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Chancen für die Region. In Interviews und Berichten wird deutlich, welche Rolle Vernetzung und Kooperation spielen und wie LEADER dazu beiträgt, den Tourismus im NOL weiter zu stärken.

Die LEADER kompakt ist als Printausgabe kostenlos auf Anfrage beim Regionalmanagement erhältlich. Zusätzlich steht sie online zum Download bereit. Jetzt lesen & mehr über die touristische Entwicklung im NOL erfahren!

Download LEADER kompakt 01/2025

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Großes Interesse am Handwerk bei der #DASD!

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  • Einleitungstext: 70 Unternehmen stellten ihre Ausbildungsberufe auf der Messe #DeineAusbil-dungSuchtDich! in Neuenkirchen vor und zogen erneut viele interessierte Jugendliche an, die jetzt auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind.

Zufrieden mit dem Verlauf der #DASD! waren (v.li.): Matthias Wübbel, Bürgermeister Samtgemeinde Fürstenau, Michael Bürgel, Bürgermeister SamtgemeindeArtland, Michael Wernke, Bürgermeister Samtgemeinde Bersenbrück, Marco Grüter, Geschäftsführer Elektrotechnik Grüter, Katja Bielefeld, Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit, Heiner Pahlmann, Bürgermeister Bramsche, Christoph Trame, Bürgermeister Samtgemeinde Neuenkirchen, Vicky Teipen, ArbeitgeberService MaßArbeit, MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers, und Nils Schnieders, Regionalmanager LEADER.

Pflastern, Schweißen und Blutdruckmessen

Vorsichtig steuert Marvin den Bus durch die Stadt, vorbei an Geschäften bis plötzlich eine Haltestelle auftaucht. „Noch eine Haltestelle anfahren, dann kommt ein anderer ans Steuer“, weist ihn der Mitarbeiter am Stand mit dem Fahrsimulator an, an dem zahlreiche „angehende Fachkräfte im Fahrbetrieb“ Schlange stehen, um einmal selbst am Lenkrad eines Busses sitzen zu können. So wie Marvin konnten insgesamt rund 950 Gäste, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und Ausbildungsinteressierte, bei der Ausbildungsmesse „#DeineAusbildungSuchtDich!“ (#DASD!) spielerisch verschiedene Berufsbilder erkunden. 70 Unternehmen sowohl aus dem Handwerk als auch aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich stellten bei der zweitägigen Berufsorientierungsmesse für die LEADER Region im Nordkreis mehr als 130 Ausbildungsberufe in der Halle der Firma Elektrotechnik Grüter in Neuenkirchen vor.

Ziel der von der MaßArbeit und den Samtgemeinden Neuenkirchen, Artland, Bersenbrück, Fürstenau und der Stadt Bramsche organisierten Ausbildungsmesse ist es, Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen zusammenzubringen. Das Konzept kam an, schon beim Familienabend war die Resonanz zur Freude der Veranstalter groß: „Die Messe ist ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung. Nur im engen Schulterschluss von Wirtschaft, Bildung, Politik und Verwaltung schaffen wir es, junge Menschen für eine Ausbildung im Nordkreis zu begeistern und Fachkräfte der Zukunft für unsere Unternehmen zu sichern“, betonte Christoph Trame, Bürgermeister der Samtgemeinde Neuenkirchen. „Die Messe ist eine tolle Gelegenheit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen“, zeigte sich auch Marco Grüter, Geschäftsführer von Elektrotechnik Grüter, überzeugt von dem bewährten Konzept der Ausbildungsmesse, die in der neuen Halle für den Trafo- & Schaltschrankbau stattfand. Zusammen mit der Goode-Weg-Oberschule in Neuenkirchen gestaltete das Unternehmen den Vorabend für Familien in lockerer Atmosphäre mit einem Grillstand und einem Getränkewagen. „Eltern sind für die Jugendlichen bei der Berufswahl Ratgeber Nummer eins. Deshalb freuen wir uns besonders, dass so viele Eltern mit ihren Kindern hier zur Messe gekommen sind, um die Betriebe im Nordkreis kennenzulernen. Die Unternehmen haben wieder spannende Arbeitsproben mitgebracht, bei denen die Jugendlichen selbst Hand anlegen können“, sagte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers zur Eröffnung. Auch die Jugendberufsagentur war vor Ort, um Fragen rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung und Studium zu beantworten. Außerdem wurde ein Bewerbungsmappencheck angeboten.

Handwerk statt Bürojob

Großes Interesse an einem Handwerksberuf zeigte auch Jan. Vor den Augen seiner Mutter versuchte sich der 14-Jährige als Tischler, fräste und bohrte einen Schlüsselanhänger mit seinen Initialen und gab dem Werk zum Schluss zufrieden den letzten Schliff. „Ungeschickt ist er nicht“, freute sich seine Mutter. „Er wird bestimmt später Handwerker.“ An anderen Ständen hatte er bereits probeweise gepflastert und einen Minibagger gesteuert. Die Gelegenheit, durch Arbeitsproben ganz praktisch in den Wunschberuf  reinzuschnuppern, ließ sich auch Philipp nicht nehmen, der sich in die Schlange beim Schweißen einreihte und dann seine ersten Schweißnähte fertigte. Das machte der 16-Jährige so gut, dass er anschließend vom Unternehmen eine kleine Belohnung für sein Werk bekam. „Ich kann mir gut vorstellen, später in dem Bereich zu arbeiten. Ein Job im Büro geht für mich gar nicht.“

Ob Rohre schweißen, im Sanitärbetrieb eine Fußbodenheizung anschließen, Blutdruck messen oder Schifferknoten binden -  die Unternehmen hatten kreative Arbeitsproben mitgemacht, um interessierte Jugendliche an ihren Stand zu locken. Vor allem an den Ständen der Bundespolizei und der Bundeswehr bildeten sich Trauben an interessierten Jugendlichen. Auch Lea und ihr Vater haben am Stand der Bundeswehr Halt gemacht und ließen sich in Ruhe die große Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten von einer Bürotätigkeit bis zum Fallschirmjäger erläutern. „Eigentlich möchte sie Erzieherin werden“, berichtete Leas Vater. „Aber wir sind vor allem auf der Messe, um ihr zu zeigen, was es noch für Ausbildungsberufe gibt. Wo bekommt man sonst eine so große Vielfalt geboten und hat die Chance, vielleicht den künftigen Ausbildungsbetrieb kennen zu lernen?“

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„Ehrenamt macht man nicht so nebenbei“

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  • Einleitungstext: Danica Jansen ist die neue Ehrenamtskoordinatorin der Samtgemeinde Artland. Eingerichtet wurde die Stelle im Rahmen eines LEADER-Förderprojekts. Wie sie die ersten Monate erlebt hat und was ihre Ziele sind, verrät sie im Interview.

Ehrenamtskoordinatorin Danica Jansen im Interview

Danica Jansen ist die neue Ehrenamtskoordinatorin der Samtgemeinde Artland. Eingerichtet wurde die Stelle im Rahmen eines LEADER-Förderprojekts. Wie sie die ersten Monate erlebt hat und was ihre Ziele sind, verrät sie im Interview.

Wie war Ihr bisheriger beruflicher Werdegang, bevor Sie die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin angetreten haben?

Ursprünglich habe ich Hotelfachfrau, Personalkauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin gelernt und bin dann auf der Insel Sylt gelandet. Dort habe ich bei Sylt Marketing gearbeitet und hatte 4 Jahre den Vorsitz in der Integrationshilfe. In dieser Position habe ich ein Ausbildungsprogramm für Geflüchtete betreut. Nach meiner Zeit auf Sylt kam ich nach Quakenbrück und war Quartiersmanagerin in der Quakenbrücker Neustadt. In dieser Zeit habe ich mir ein gutes Netzwerk aufgebaut, das ich auch jetzt als Ehrenamtskoordinatorin im Artland gut nutzen kann.

Was ist Ihre Rolle als Ehrenamtskoordinatorin der Samtgemeinde Artland?

Ich bin auf der einen Seite Ansprechpartnerin für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und versuche auch über konkrete Anfragen hinaus, für das Ehrenamt zu sensibilisieren, zum Beispiel in Schulen. Zum anderen bin ich für die Vereine da: Ich berate sie in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Fördermöglichkeiten oder bürokratischen Abläufen. Ich nehme aber auch Wünsche für Schulungen entgegen und versuche ein entsprechendes Angebot für die Vereine aufzubauen. Zusätzlich setze ich auch eigene Projekte um, wie die „Kleinen Hilfen“. Dieses Projekt gab es bereits während der Pandemie und jetzt beleben wir es wieder. Wir haben einen Pool von Ehrenamtlichen, die kleine Alltagstätigkeiten erledigen. Zuletzt hatten wir viele Anfragen rund um das Thema Garten, aber es kann auch das Auswechseln einer Glühbirne sein. Die Ehrenamtlichen erhalten pro Stunde eine kleine Aufwandsentschädigung von den Personen, die die „Kleinen Hilfen“ angefragt haben. Das wird von allen Seiten sehr positiv wahrgenommen.

Welche Vorteile bringt die Einrichtung einer solchen Koordinationsstelle für die Kommune auf der einen und die Ehrenamtlichen auf der anderen Seite?

Ich behaupte, dass es eine Win-Win-Situation für beide Seiten ist. Am wichtigsten ist, dass eine Person den Hut aufhat und sich offiziell statt nur nebenbei mit dem Thema Ehrenamt beschäftigt. Denn Ehrenamt macht man nicht so nebenbei. Im Artland kam mit der neu eingerichteten Stelle wieder mehr Schwung in die Engagementförderung. Da trete ich auch oft als Vermittlerin auf: Wenn Menschen zu mir kommen, weil sie eine Idee für ein neues Angebot haben, bin ich das Bindeglied zu Vereinen und spreche mit den Verantwortlichen über die Idee. So können auch neue Initiativen angestoßen werden, bei denen ich als neutrale Person die Beteiligten zusammenbringe. Zusätzlich unterstütze ich Vereine konkret, wenn sie sich neu aufstellen möchten. Ich organisiere Schulungen zur Vorstandsarbeit und zum Bürokratieabbau, damit mehr Zeit für die praktische Vereinsarbeit bleibt. Sich im administrativen Bereich anders aufzustellen, ist also auch ein Teil der Nachwuchsarbeit. Da kommt aber auch nicht immer jedes Schulungsangebot direkt super an. Aber wenn ich ein Thema für wichtig halte, bleibe ich trotzdem dran und drehe an den Stellschrauben, damit die Vereine sich besser angesprochen fühlen.

Das Ehrenamt wird in ländlich geprägten Regionen oft als eine wichtige Säule der Gesellschaft bezeichnet. Würden Sie das aufgrund Ihrer bisherigen Erfahrungen in der Samtgemeinde Artland auch so sehen?

In der Samtgemeinde gibt es über 170 Vereine und dazu kommen noch zahlreiche Einrichtungen, die auch nach Ehrenamtlichen suchen. Das Potenzial für ehrenamtliches Engagement ist also groß. Wer ein Ehrenamt ausübt, glaubt an die Sache, will was bewirken und macht es vor allem, weil sie oder er Spaß daran hat. Gepaart mit dem starken Gemeinschaftsgefühl hier im Artland haben wir es mit einem engagierten Umfeld zu tun. Es gibt sogar einige, die gleich mehrere Ämter in verschiedenen Vereinen innehaben. Wenn jemand drei Hüte aufhat, wird es vielleicht irgendwann schwer. Diesen Menschen gibt es ein gutes Gefühl, wenn die oder der Nächste in der Reihe, Verantwortung übernehmen möchte. Dass Ehrenamtliche sich gegenseitig unterstützen, ist ebenso wichtig wie der Support durch die Kommune.

Die Koordinierungsstelle Ehrenamt läuft als LEADER-Projekt noch bis Mai 2026. Was sind Ihre Ziele für diese Zeit? Welche Vision haben Sie für das ehrenamtliche Engagement im Artland?

Ich möchte mich in dieser Zeit unverzichtbar machen und zeigen, dass es eine Ehrenamtskoordination auch über den Projektzeitraum hinaus braucht. Ich möchte dafür sorgen, dass das ehrenamtliche Engagement in der Samtgemeinde Artland gesehen wird und Wertschätzung erfährt. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es, Vereine und Menschen, die sich engagieren möchten, zusammenzubringen. Das ist für die Vereine ein großes Bedürfnis. Für die Zukunft ist es mir wichtig, die Digitalisierung im Ehrenamt voranzutreiben. Bisher gibt es keine Website zu unseren Vereinen und ihrem Angebot. Auch eine Plattform, die die Bedarfe der Vereine zeigt, wäre eine tolle Sache. Aber auch Projekte wie die „Kleinen Hilfen“ könnten durch eine App, in der Gesuche eingestellt und angenommen werden, auf das nächste Level gehoben werden. Und last but not least liegt es mir am Herzen auch junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.

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